Hinterkopfschmerzen
ziehen von hinten über den Kopf und werden oft mit der Halswirbelsäule in Verbindung gebracht.
Die Schmerzbereiche können ein oder beidseitig am Hinterkopf auftreten oder die Seiten wechseln. Auslöser ist oft eine statische Position des Kopfes zum Beispiel bei Bürotätigkeiten und Bildschirmarbeit. Die Kopfschmerzen treten dann gehäuft morgens beim aufwachen von der Halswirbelsäule ausgehend auf. Entlang der Linie vom Nacken über den Hinterkopf werden sie als ziehende Kopfschmerzen bis zur Mitte des Kopfes hin beschrieben. Stechende Schmerzen treten auf Höhe des zweiten Halswirbels oder ebenfalls direkt am Hinterkopf auf. Im Bereich der schmerzenden Bahnen oder Punkte ist der Nacken druckschmerzhaft, dies ist ein Kennzeichen für die so genannte Kopfschmerzhaftigkeit bei beklopfen der Halswirbelsäule. Die Kopfschmerzen verschlimmern sich wenn eine extreme Position des Kopfes wieder eingenommen wird oder wenn das Kinn auf die Brust gelegt, oder der Kopf/halsbereich extrem gedehnt wird. Leichte Bewegungen oder dehnen des Kopfes verschaffen Erleichterung.
Zudem sind starke Verspannungen und Verhärtungen im Schulter und Nackenbereich, die sich durch ausstrahlende Schmerzen in die Arme und Finger bemerkbar machen möglich.
Durch die Irritation der Nerven in der Halswirbelsäule kann es zu Schwindel, Sehstörungen und Ohrgeräusche bekommen. Kribbeln Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen, werden zudem als neurologische Symptome beobachtet.
Therapie bei Beschwerden der Halswirbelsäule
Die Therapie sollte sich nach der Ursache richten.
Häufig angewendete Behandlungsformen sind unter anderem die Krankengymnastik, medikamentöse Schmerztherapie, Massagen und Sport. Zuerst sollte man jedoch versuchen die Schulter und Nackenmuskulatur durch das erlernen von gezielten Übungen zu lockern.
Dadurch kann es dann wieder zu einer Verbesserung der Gelenkfunktion und einer starken Verbesserung der Kopfschmerzen kommen. Die Rückenmuskulatur sollte zudem trainiert und eine eventuelle Fehlhaltung des Rückens ausgeglichen werden. Blockierungen in der Halswirbelsäule und chiropraktische Maßnahmen, sollte nur von einem Arzt und einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden.
Als weitere Behandlungsform wird mit einer Neuraltherapie bei der an bestimmten Punkten im Schulter und Nackenbereich örtliche Betäubungsmittel gespritzt werden versucht, den Schmerz zu lindern.
Hinterkopfschmerzen durch eine Atlasblockade
Der oberster Halswirbel ist der Atlas. Dieser Halswirbel trägt den menschlichen Kopf. Wenn die Kontaktflächen zwischen Kopf und Atlas nicht gleichmäßig aufeinander sitzen, kann es zu starken Hinterkopfschmerzen unter anderem mit Schwindel und Übelkeit kommen. Die so genannte Atlassblockade wird jedoch häufig nicht erkannt.
Tipps zur Selbsthilfe bei Verdacht auf Atlasblockade
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Auf den Rücken legen und die Beine je nach Bedarf beugen oder Strecken. Die Arme seitlich am Körper ablegen. Die Schultern jetzt nach unten senken, so dass die Halswirbelsäule gestreckte und die Muskeln gedehnt werden.
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Jetzt das Kinn stark anziehen und die Halswirbelsäule aufrichten. Diese Position einen Moment halten.
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Eine Hand an die Stirn legen und langsam Druck aufbauen indem sie die Hand gegen die Stirn drücken, den Kopf dabei jedoch nicht bewegen sondern auf dem Boden liegen lassen. Den Druck circa 30 Sekunden halten und dann die Spannung wieder lösen.
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Nun den Druck seitlich aufbauen, indem die Hand seitlich an die Schläfe gelegt wird und gegen den Kopf drückt. Auch hier die Spannung circa 30 Sekunden je Kopfseite halten. Diese Übung je Körperseite drei mal wiederholen.
Nach dem Durchgang dieser Übungen sollte sich bei einer Atlasblockade eine Erleichterung und Verbesserung des Kopfschmerzes einstellen.